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Von den Faszien zum Finisher - Faszientraining für Läufer

Faszientraining gehört zu jenen Trainingsformen, die vor allem mit Wellness in Verbindung gebracht werden. Ganz klassisch werden die Faszien mit einer sogenannten Blackroll trainiert, die nebenbei nicht nur gut für das Fasziengewebe ist, sondern eben auch eine sanfte Massage mit sich bringt.


Die Faszien und ihre Bedeutung für Läufer/Innen
Faszien werden landläufig auch als Bindegewebe bezeichnet, wortwörtlich bedeutet der Begriff Bündel. Unter dem Seziermesser sind die Bündel milchig weiß und umhüllen die menschliche Muskulatur, die Knochen und die Organe. Sie sind zwischen 0,5 und 3 mm dick und verantwortlich für die Integrität, Stabilität und Flexibilität des menschlichen Körpers.

Chemisch betrachtet bestehen sie größtenteils aus Kollagen (einem Strukturprotein) und Elastin, Wasser und Zucker.
Faszien lassen sich nicht nur bei Fleischprodukten bei der Zubereitung beobachten, sondern auch zwischen den Fruchtkammern von Zitrusfrüchten.

Im Körper sind die Faszien so wichtig, weil sie die Muskeln und Fasern voneinander trennen (ganz so, wie bei der Orange) und dadurch verhindern, dass die Muskulatur in Bewegung aneinander reibt. Gleichzeitig können die Faszien die eingesetzte Kraft im Körper von Muskel zu Muskel übertragen.

Das elastische Gewebe der Faszien kann sogar in federnden Bewegungen und beim Springen und Abfangen von Gewicht dem Körper selbständig Unterstützung liefern.

All diese Funktionen sind natürlich auch beim Laufen von essentieller Bedeutung. Die Muskeln müssen schließlich nicht nur reibungslos arbeiten können, sondern sind auch in Koordination gefragt. Statt Muskeln zu isolieren fordert der Bewegungsapparat beim Laufen schließlich ein funktionierendes Zusammenspiel nahezu aller im Körper befindlicher Muskeln.

Zudem werden verklebte - und damit nicht mehr voll funktionale Faszien - häufig als Grund für Rückenbeschwerden angesehen. Auch hiervon sind Läufer/Innen häufig betroffen, da gerade der untere Rücken die stützende Arbeit auf längeren Strecken leisten muss.

Nur durch ein stabiles Bindegewebe kann gewährleistet werden, dass der menschliche Bewegungsapparat fehlerfrei funktioniert und so arbeitet wie vorgesehen. Eine Bearbeitung der Faszien ist sowohl präventiv als auch zur Rehabilitation sinnvoll - und ist zudem noch eine überaus angenehme Angelegenheit.

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So können Läufer/Innen die Faszien trainieren
Der Begriff der Faszien ist untrennbar mit der sogenannten Blackroll* verbunden. Bei dieser handelt es sich um eine besonders harte Massagerolle, die gerade von Anfängern oftmals als schmerzhaft empfunden wird. Anders als andere Massagerollen hat die Blackroll keine allzu tiefen Druckpunkte. Die Oberfläche ist nur ganz sachte strukturiert, die Faszien liegen auch außen an der Muskulatur.

Die Blackroll* wird ganz einfach dafür genutzt, die verspannte Muskulatur bzw. die verklebten Faszien abzurollen. Dies kann mit äußerli-chem Druck von der Rolle passieren. Besser noch ist es, wenn Läufer/Innen auf der Rolle sitzen, liegen oder mit der Rolle an der Wand lehnen. Das eigenen Körpergewicht reguliert dabei den Druck auf die Faszienrolle, die über die Muskulatur streicht.

Das funktioniert am besten direkt nach dem Training, dann sind die Muskeln warm und weich und das Faszientraining kann besonders gut Verspannungen vorbeugen. Aber die Rolle kann auch genutzt werden, um die Muskeln aufzulockern und aufzuwärmen oder aber einfach abends vor dem Fernseher.

Das ist einer der größten Vorteile am Faszientraining: die Blackroll ist leicht, transportabel und nicht teuer.

Ganz anspruchslos und eine reine Massage ist das Faszientraining aber nicht. Die notwendige Körperspannung selbst kann schon für sich genommen für Muskelkater sorgen.

Es gibt aber noch andere Methoden des Faszientrainings, die besonders Läufer/Innen zugute kommen und zusätzlich die fürs Laufen so essentielle Muskulatur trainieren. Da wäre etwa das Federtraining, bei dem der ganze Körper leicht federnd hüpft. Es geht hier nicht um hohe Sprünge, sondern um weiches Abfangen und Ausstrecken der Muskeln. Das lässt sich auch durch lautloses Springen einüben, denn hier ist eine Federung des Körpers gefragt, die Lautstärke gibt ein direktes Feedback.

Und um die Faszien des Körpers beim Laufen gleichmäßiger zu belasten, ist Variation gefragt. Rückwärts und seitwärts laufen, Hopserlauf, Jumping Jacks und Ausfallschritte, all diese Variationen verteilen das Faszientraining gleichmäßiger auf den Körper als ein oberflächlich perfekter Laufstil.

Ein regelmäßiges Faszientraining kann in vielen Fällen sogar regelrecht erforderlich sein. Dann etwa, wenn Muskeln verspannt sind, beim Training überansprucht werden oder aber auch beim Schlafen oder Sitzen am Schreibtisch vernachlässigt werden.

Ausgleich und Balance für die Faszien für Ausgleich und Balance beim Laufen
Oftmals ist das Faszientraining bereits in den Trainingsalltag integriert, ohne dass Läufer/Innen daran einen gesonderten Gedanken verschwenden. Abwechslungsreiches, federndes Gewichtstraining hilft bereits dabei, die Faszien geschmeidig und funktionsfähig zu halten.

Zusätzliche Übungen mit der Faszienrolle helfen dem Bindegewebe auf ganz besondere Art und Weise auf die Sprünge und sind außerdem ideal, um sich selbst eine regelmäßige, angenehme Massage zu spendieren.



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