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Heuschnupfen und Laufen - kann man als Allergiker während des Pollenflugs joggen

Schätzungsweise 15 % der Deutschen leiden an Heuschnupfen. Die Allergie auf Blütenpollen schlägt den meisten Menschen auf die Atemwege, verursacht eine Laufnase und sorgt für tränende und juckende Augen. Was in erster Linie lästig ist, macht es vor allem Läufern je nach betreffendem Allergen fast unmöglich, ihren Sport von Frühjahr bis Herbst auszuüben. Ein vollständiger Verzicht muss nicht sein, wenn Läufer einige Aspekte berücksichtigen.

 

 

 

Worauf Allergiker achten sollten, wenn sie während des Pollenflugs laufen möchten

Allergikern wird in vielen Fällen geraten, wenig Zeit im Freien zu verbringen - zumindest in der Zeit, in der das entsprechende Allergen aktiv ist. Läufer, die nur auf eine bestimmte Pollenart allergisch reagieren, sollten diesen Ratschlag beherzigen. Komplizierter wird es, wenn eine Allergie gegen mehrere Pollenarten vorliegt. In solchen Fällen sollte das Training moderat ausfallen.

Läufern sollten in dieser Zeit nur in einem niedrigen Pulsbereich trainieren, um ihr Immunsystem und ihre Atemwege zu schonen.

Tritt Atemnot auf, sollte das Training unverzüglich abgebrochen werden. Das Mittragen eines Notfall-Medikaments ist Läufern bei einer Allergie anzuraten.
Der Verzicht auf Alkohol und bestimmte Lebensmittel wie Käse und Fisch kann während der Pollenzeit helfen, nicht aufs Training verzichten zu müssen. In Alkohol, Käse, Fisch und Fertiggerichten ist Histamin enthalten, welches vom Körper bei einer Allergie verstärkt ausgeschüttet wird. Neben dem Verzicht kann es auch ratsam sein bestimmte Lebensmittel während der Heuschnupfenzeit zu sich zu nehmen.

Läufer sollten sich nach dem Laufen umgehend duschen und ihre Kleidung waschen. Auf diese Weise werden Pollen aus den Haaren und von der Haut abgewaschen. Eine Nasendusche ann der Nasenschleimhaut Erleichterung verschaffen und abschwellend wirken.

Die Art der Allergie verrät außerdem, ob lieber im Feld oder im Wald gelaufen werden sollte. Gräserallergiker sollten Felder meiden, Baumpollenallergiker hingegen Wälder.

 

Mögliche Auswirkungen

Prinzipiell können Allergiker während des Pollenflugs laufen gehen. Auf die Frage, ob es unbedenklich ist, kann aber keine konkrete Antwort gegeben werden. Jeder Körper reagiert anders auf den Pollenflug. Im schlimmsten Fall kann das Laufen den Körper stark belasten, denn beim Laufen wird das Allergen vermehrt eingeatmet. Das kann zu einem Anschwellen der empfindlichen Nasenschleimhäute führen, in der Folge bekommt der Läufer keine Luft mehr durch die Nase und atmet vermehrt durch den Mund. Auf diese Weise werden die Atemwege stark mit dem Allergen belastet, eine bewusste Nasenatmung ist zu empfehlen.

Wird die Allergie nicht oder nur unzureichend behandelt, kann allergisches Asthma die Folge sein. Extremallergikern wird aus diesem Grund davon abgeraten, im Frühjahr intensiv Sport zu treiben.

Sind die allergischen Symptome nur schwach ausgeprägt, kann das Laufen sogar helfen, die Allergie etwas zu lindern. Sport hilft, das Immunsystem zu stärken und die Funktionsfähigkeit der Lunge zu verbessern. Zudem erhöht sich der Cortisolspiegel im Körper, was wiederum positive Auswirkungen auf die Allergie hat.

Läufer sollten auf ihren Körper hören und im Zweifelsfalle das Training ausfallen lassen oder die Trainingseinheit nur leicht gestalten. Im Zweifelsfalle sollten Läufer Rücksprache mit einem Allergologen halten.

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Wie man vorbeugen kann

Läufer sollten sich vor dem Training informieren, wie stark die Pollenbelastung in ihrer Region aktuell ist. Grundsätzlich gilt: nach einem Regenschauer ist die Pollenbelastung niedrig, ist es warm und windig hingegen hoch. Was viele nicht wissen: einsetzender Regen bringt wenig Erleichterung, im Gegenteil. Durch den Regen werden die Pollen nach unten gedrückt, ihre Konzentration in der Luft erhöht sich. Zu welcher Tageszeit das Lauftraining am besten stattfindet, ist unterschiedlich: wer auf dem Land wohnt, sollte abends laufen gehen, Stadtbewohner morgens.

Ist bereits eine Allergie vorhanden, hilft meistens nur eine Hyposensibilisierung. Durch gezielte Injektion soll der Körper an das Allergen gewöhnt und die Beschwerden gemildert werden. Die Hyposensibilisierung ist allerdings eine Langzeitlösung und nicht als Sofortmaßnahme gedacht. Zudem kann der Behandlungserfolg nicht garantiert werden.

Eine weitere Maßnahme, um die Symptome der Allergie zu reduzieren, kann die richtige Ernährung sein. Die Darmgesundheithat maßgeblichen Einfluss auf die Schwere einer Allergie. Besonders das Meiden einiger Lebensmittel kann helfen. Viele Pollenallergiker haben oft Kreuzallergien auf bestimmte Lebensmittel, durch deren Verzehr die Symptome des Heuschnupfens verstärkt werden können.

Um die Symptome während des Laufens etwas zu mildern, greifen viele Läufer am liebsten zu Antiallergika-Tabletten. Ebenfalls beliebt sind Nasensprays, die die Nasenschleimhaut am Anschwellen hindern sollen.

Sogenannte Antihistaminika wie Cetirizin und Loratadin können Heuschnupfen-Symptome etwas lindern und sind rezeptfrei erhältlich. Die Wirkung beider Medikamente setzt allerdings nicht sofort ein, sondern eine halbe Stunde bis Stunde später, eine Zeitspanne, die Läufer folglich einkalkulieren sollten.



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